Brokkoli - Powergemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse

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Viel Gemüse ist wichtig für eine gesunde Ernährung. Bei der Suche nach einem wahren Multitalent aus der Gemüseabteilung wird man bei Brokkoli fündig. Dieser enthält besonders viele wichtige Nährstoffe, nur wenig Kalorien, aber dafür auch viele Ballaststoffe, die wichtig für eine gesunde Verdauung sind. Es gibt also eine Menge gute Gründe, öfter Brokkoli auf dem Teller landen zu lassen. Er enthält beispielsweise Kalium, das für den Blutdruck wichtig ist. Zusätzlich ist Gemüse ein besonders guter Lieferant für Folsäure. Folsäure ist besonders für Frauen mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft ein ganz wichtiger Nährstoff, wirkt aber allgemein zum Beispiel Ermüdung entgegen und ist grundsätzlich wichtig für die Zellfunktion.
Brokkoli ist außerdem reich an den Vitaminen K und C. Vitamin K benötigt der menschliche Körper unter anderem für das Zellwachstum, die Knochen und die Blutgerinnung. Der Gehalt des Vitamins in Brokkoli ist doppelt so hoch wie die Menge, die der Körper täglich braucht. Für die ausreichende Versorgung mit Vitamin K ist Brokkoli also ideal.
Vitamin C dagegen ist wichtig für das Immunsystem. Brokkoli deckt den kompletten täglichen Bedarf mit 65 Gramm des grünen Gemüses.
Weitere Nährstoffe, die in Brokkoli stecken, sind Calcium, Eisen und Kupfer, aber auch sehr viel Provitamin A. Außerdem enthält Brokkoli Kaempferol, dem sehr viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden, unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung. Auch das reichlich vorhandene Sulforaphan gilt als sehr gesund und soll sogar zur Vorbeugung gegen Krebs hilfreich sein. Die Substanz hemmt darüber hinaus auch das Tumorwachstum. Dabei kommt es jedoch auf die Art des Tumors an; so wiesen Studien zum Beispiel eine vorbeugende Wirkung bei Brust- und Blasenkrebs nach. Auch in anderen Bereichen wirkt sich Sulforaphan positiv aus, es hilft dem Körper zum Beispiel, oxidativen Stress zu reduzieren.

Brokkoli ist also ein wahres Supergemüse. Um die vielen positiven Eigenschaften nutzen zu können, sollte man ihn jedoch möglichst schonend zubereiten oder sogar roh essen. Grundsätzlich ist Brokkoli möglichst frisch am besten. Roh kann man ihn unter anderem auch als Zutat im Salat verwenden. Beim Garen im Wasser verliert er schnell das wasserlösliche Vitamin C. Auch die Senföle, die im Brokkoli enthalten sind und zu denen Sulforaphan gehört, sind temperaturempfindlich.
Um die Nährstoffe zu erhalten, empfiehlt es sich also, den Brokkoli zu dünsten oder im Dampf zu garen. Letzteres lässt sich ganz einfach im Dampfgarer bewerkstelligen. Wenn man keinen hat, gibt es aber auch Einsätze für gewöhnliche Töpfe, die das Dampfgaren ermöglichen.

Brokkoli ist also reich an vielen sehr wichtigen Nährstoffen. Um ein wenig mehr Abwechslung auf den Teller zu bekommen, sind aber auch die Verwandten des Brokkoli nicht zu verachten. Besonders gute Lieferanten für Vitamine und Nährstoffe sind nämlich die meisten Kreuzblütler, zu denen der Brokkoli gehört. Andere Mitglieder dieser Pflanzenfamilie sind Rucola, Blumenkohl, Rotkohl, Grünkohl, Kohlrabi, aber auch Rettich, Romanesco und Radieschen. Wichtig ist bei der Zubereitung der Kreuzblütler, dass sie nicht zu sehr "zerkocht" werden, damit die Nährstoffe nicht verloren gehen. Tatsächlich eignen sich so manche Sorten aus dieser Familie aber auch ideal, um roh verzehrt zu werden, zum Beispiel als Teil eines Salates.
Nicht alle Kreuzblütler enthalten dieselben Nährstoffe in der gleichen Zusammensetzung, deswegen ist es lohnenswert, sich ein wenig darüber zu informieren, welche Vitamine, Mineralstoffe usw. in welchem dieser Gemüse stecken.
Kreuzblütler haben noch einen weiteren Vorteil: Einige Mitglieder dieser Familie gelten auch als typisches Wintergemüse. Umgekehrt heißt das, dass man sich aus dieser Pflanzenfamilie so ziemlich das ganze Jahr über mit regionalem und saisonalem frischem Gemüse versorgen kann und nicht einmal auf importierte Waren zurückgreifen muss. Mit der Bandbreite von Vitaminbomben, die direkt vor der Haustür wachsen, haben Brokkoli und Co. also gleich mehrere positive Eigenschaften und es lohnt sich auf jeden Fall, bei diesem Gemüse öfter mal zuzugreifen.

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